Ernährung

Brust oder Flasche? Was ist „gut“ für´s Kind?

Wenn es um die richtige Ernährung des Kindes geht, ist man von Anfang an verunsichert… Jedenfalls ich war es.

Stillen oder nicht? Wie lang ist lang genug? Sind ungestillte Kinder öfter krank?
1000 Fragen- 1000 Antwortmöglichkeiten.
Eins ist klar: solange euer Kind keinen Wodka bekommt, macht ihr alles richtig ?

Ich selbst bin zufrieden mit dem Weg, den ich gegangen bin. Ich habe mein Kind „nur“ 3 Monate gestillt, es war einfach nicht tragbar für uns. Ja, da werden nun einige Mamas den Kopf schütteln und sagen: Dann hast du zu schnell aufgegeben.
Und manchmal denke ich das selbst. Aber es ging einfach nicht, meine Tochter war ein Frühchen. Ein knappes Frühchen, eine Woche länger im Bauch und sie wäre keins mehr gewesen. Doch trotzdem spielen diese 4 Wochen, die sie nun mal zu früh war, oft eine große Rolle in ihrer Entwicklung. Sie braucht manchmal ihre Zeit. Das ist völlig in Ordnung.
Meine Tochter kam schon gestresst aus dem Bauch. Völlig schockig, sie weinte nicht, wurde quasi einfach durch den Kaiserschnitt geweckt. Danach noch ein paar stressige Tage auf der Intensivstation.
Und als Frühchen hatte sie Probleme mit dem Trinken. Sie war sehr gestresst beim Trinken, klar sie hatte Durst. Doch gleichzeitig war sie zu schwach, um stark genug zu saugen, das machte sie unruhig und sie trank gar nicht mehr.
Tagelang kämpften wir darum, wenigstens 10 ml pro Mahlzeit in sie rein zu bekommen, ich stillte, fütterte mit der Flasche nach; und das alle 2 – 3 Stunden. Zusätzlich hatte sie noch eine Magensonde.
Auch zuhause wurde es nur ein wenig einfacher. Sie trank zwar nach und nach mehr, doch es wurde für uns beide nicht entspannter. Immer, wenn ich wusste, es wäre gleich Zeit zum Stillen, baute sich die Anspannung bei mir auf. Ich konnte nichts dagegen tun. Und nachdem es Tag für Tag schlimmer statt besser wurde, nachdem selbst die Hebamme alle Möglichkeiten durchspielte und ich quasi stündlich heulend mit meinem Kind da saß, dachte ich: Ist das Sinn der Sache? Wie soll ich meinem Kind ein gutes Gefühl übermitteln, wenn ich selbst einfach nicht mehr kann?
Ich habe sehr mit mir gerungen. Tagelang. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, ich habe mir Vorwürfe angehört, Überredungsversuche und zum Glück auch mutmachende, aufbauende Worte, die ich wirklich gebraucht habe.

Stillen kann schön sein. Ja. Und stillen ist wichtig. Doch es gibt kein Gesetz, was Mütter dazu zwingt, ihr Kind zu stillen.
Und man glaubt es kaum; aber ich habe nach 3 Monaten aufgegeben- und trotz Milchpulver ist meine Tochter ein fittes, gesundes und ein taffes Mädchen!

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