Entwicklung

Winter, Viren, Kuschelzeit

Der Winter naht… und das ist mir nicht erst seit der großartigen Serie „Game of Thrones“ bewusst, sondern seitdem das Trotzkopfkind krank und kränker wird.

Vor ungefähr sechs Wochen fing es an. Klar, mit Erkältung laufen wir abwechselnd das ganze Jahr herum. Doch dazu kam plötzlich ein Magen- Darm- Effekt. Von einem Tag auf den anderen musste das Trotzkopfkind auf die Einschlaf- Milch verzichten- Horrornächte vorprogrammiert!

Das Ritual des Zu- Bett- Bringens dauerte plötzlich 30 statt 15 Minuten. Verständlich, denn ich hatte immer geplant, ihr die Milch ganz entspannt abzugewöhnen. Nach und nach weniger in die Flasche füllen und mit Wasser ausgleichen. Nun war es ein richtiger Abbruch und mein kleines Mädchen verstand die Welt nicht mehr.

Doch leider mussten wir dadurch. Nach den ersten beiden Abenden mit viel Geduld und kuscheln wurde es leichter. Weil es ihr echt schlecht ging, holten wir sie nachts zu uns.

Da wir beide arbeiteten, mussten wir nun die Betreuung des Trotzkopfkindes organisieren. Ich arbeitete nur 3 Tage, doch auch die mussten ja abgedeckt werden. Weil wir beide noch in der Probezeit waren und Angst um unsere Jobs hatten, wenn wir zuhause blieben, entbrannte zwischen uns eine kleine Diskussion. Im Endeffekt teilten wir uns auf. Es war klar, dass unsere Tochter an erster Stelle für uns stand, doch Angst um seinen Job hat man trotzdem- auch beim entspanntesten Boss der Welt.

Nach ein paar Tagen hatten wir endlich die Magen- Darm- Phase überstanden. Das Trotzkopfkind war fit und durfte wieder die Tagespflege besuchen. Wir waren erleichtert.

Doch leider hielt dieser Zustand nicht lange an. Vier Wochen, um genau zu sein.

Dann wurde ich von unserer Tagesmutter angerufen- unsere Tochter hatte Bindehautentzündung und sollte abgeholt werden! Na klasse. Ich arbeitete in der Nähe, also fuhr ich los. Abends zuhause begann die selbe Organisation wie zuvor. Beide, mein Mann und ich, waren entnervt.. Wieder ein krankes Kind. Diesmal stritten wir uns sogar, warfen uns gegenseitig blöde Dinge an den Kopf, wessen Job wichtiger war und kamen dann gemeinsam wieder runter. Es half ja nichts. Krank war krank. Glücklichweise konnten die Omas auch bei der Betreuung unterstützen.

Zu allem Übel machte die Tagespflege krankheitsbedingt ein paar Tage zu. Jeder war krank, alles ging rum. Da musste erstmal genesen und desinfiziert werden.

Während die Bindehautentzündung abheilte, kündigte sich beim Trotzkopfkind eine dicke Grippe mit Husten und Fieber an.

Ich drehte fast durch! Unsere Chefs waren zwar unglaublich tolerant, doch wir schienen gar nicht genug Krankheitstage für soviel Krankheit zu haben. Die Stimmung zwischen uns war dauerschlecht, die Nächte durchgehend ätzend und das Trotzkopfkind pausenlos platt, matschig und anhänglich. Unsere Maus war so durch, dass wir sie quasi nur noch trugen und allein einschlafen war absolut unmöglich. Wir richteten uns voll nach ihr, wenn sie nicht schlief, gingen wir mit ihr eben direkt ins Bett. Dann war wenigstens ein paar Stunden Ruhe.

Nach ein paar endlos langen Tagen war zumindest das Fieber weg.

Fit ist sie immer noch nicht..  Der Husten ist zäh, Hustensaft bleibt selten drin und am liebsten würde sie weiterhin nur getragen werden. Sie ist quengelig, weinerlich und ihr Schlafrythmus ist chaotisch. Nachmittags um 17 Uhr schläft sie auch ein, meistens auf uns und nach viel Gebrüll- selbst wenn sie erst 3 Stunden wach war. Ich lasse sie… Manchmal hilft nur Nähe.

Die Stimmung mit ihrem Papa ist wieder positiv… Manchmal gehört Streit eben dazu. Mit Kind ist alles nun mal schwieriger. Und mit krankem Kind noch mehr.

Obwohl ich weiß, dass mein Trotzkopfkind es bald überstanden hat, mache ich mir täglich Sorgen. Am liebsten würde ich ihr jede Krankheit abnehmen. So ist das als Mama. Es kommen auch wieder bessere Zeiten, in denen unsere Maus wieder lacht, spielt und das Laufen übt. Ganz sicher!

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