Schlafen

Improvisation bitte!

Ihr kennt es bestimmt… Da geht man am späten Vormittag mit dem Trotzkopfkind einkaufen und hofft natürlich, es bis zuhause wach zu halten- damit der Mittagsschlaf dann dort im Bett stattfinden kann.
Beim Einkauf selbst klappt das mit dem Wachhalten ja ganz gut. Hier gibt´s was zu gucken (Juhuu, das kann man aus dem Regal ziehen!), dort gibt´s noch viel mehr zu sehen (Oh Gläschen; Zeit für einen Wutanfall).
Einkaufen mit Kind ist alles außer entspannt.
Ich war mit meinem Trotzkopfkind also noch schnell Lebensmittel und ein, zwei Drogerieprodukte (Im Wert von ca. 40 €…Mädels, ihr versteht das sicher!) einkaufen, dann flitzte ich schon mit dem Auto nach Hause. Mein Magen knurrte vor Hunger, der Plan war dieser, in Ruhe Mittag zu essen, wenn das Kind schläft…soviel zur Theorie.
Zuhause angekommen parkte ich fix ein, zog die Handbremse lautstark an, drehte mich um- und mein Mädchen schlief. Schnarchend wie ein kleiner Bär, tief und fest in ihre Träume versunken.  Sie merkte nicht mal, dass der Motor abgestellt war, denn dann wacht sie normalerweise auf.
Super, dachte ich. Obwohl unser Parkplatz direkt am Garten ist, sind es doch schon ein paar Meter bis zum Haus. Und ich lasse mein Kind ungern unbewacht im Auto, auch wenn ich es vom Wohnzimmer sehen könnte. Abgesehen natürlich von den derzeitigen Temperaturen, bei denen man sowieso niemals, weder Kind, noch Hund im Auto lassen sollte.
Ich hatte nun offensichtlich zwei Optionen. Erstens: Kind wecken, schlechte Laune und auf einen ganz üblen Resttag einstellen; Zweitens: Kind schlafen lassen und im Auto sitzen bleiben.
Ich entschied mich für letztere Option, beschloss aber, wenigstens die Einkäufe rein zu bringen. Sehr, sehr vorsichtig öffnete ich die Tür und den Kofferraum, holte die Tüten raus und schloss das Auto, nicht leise, per Knopfdruck ab. Jaa, ich bin vermutlich etwas paranoid, aber sicher ist sicher.
Das Trotzkopfkind ließ sich nicht stören und schnarchte weiter.
Ich nutzte die Chance, rannte ins Haus, schmiss die Einkäufe in die Regal und wärmte mir schnell noch das mitgebrachte Essen auf, nicht ohne immer wieder zum Fenster zu rennen und zu überprüfen, dass das Auto noch an Ort und Stelle stand.
Dann begab ich mich wieder zum Auto und setzte mich neben meine schlafende Tochter auf den Rücksitz, um mein Mittagessen zu genießen.
Hach…diese Ruhe. Da sie bekanntermaßen ja nur 30 Minuten pro Schlaf schläft, genieße ich diese Zeit nochmal doppelt.
Doch nach nur 12 Minuten, ich hatte gerade in meine Bratwurst gebissen, machte es BUMM- und eine alte Pfandflasche fiel von…ja, wo zum Teufel fiel diese einzelne, dämliche Pfandflasche runter?? Und warum jetzt??
Nicht anders zu erwarten drehte ich mich zu meiner Tochter- und blickte in aufgerissene Augen und auf das süßeste Lächeln, was ich kenne.
Kurz darauf zeigte ihr kleiner Finger auf mein Essen:“ Da! Da!“
Naaa guuuuuut… dann eben kein entspanntes Mittagessen. Guten Appetit, mein Schatz!

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