Eltern, Menschen, Leben

Zeit zu zweit

Zeit zu zweit, das klingt einfach romantisch….einfach? Nein. Nicht als Eltern.

Wenn man so ein kleines Trotzkopfkind (oder 2…3…) hat, ist das so eine Sache mit „einfach“.
Ein Kind braucht uns nun mal, meistens 24 Stunden am Tag. Rund-um-die-Uhr-Betreuung ist das Stichwort. Dazu kommen Krankheiten, Phasen, Schübe und noch einiges mehr.
Und wenn man dann abends das Trotzkopfkind endlich ins Bett gebracht hat, ruft die Couch. Klar, man kann auch dann Zweisamkeit genießen… Aber das ist etwas anderes. Es geht darum, mal raus zu kommen. Raus aus dem Alltag. Aber wie soll man sich im Abenteuer Familie mal eben Zeit als Paar freischaufeln?
Glücklicherweise gibt es meistens die Möglichkeit, sich Unterstützung zu holen; durch Großeltern, Freunde oder Babysitter.

Jeder sollte für sich entscheiden, wann er bereit ist, nein, sogar, wann es nötig ist,  sich Zeit als Paar zu nehmen. Wir sind Eltern, aber nicht nur das! Wir dürfen nicht vergessen, wie wir zu Eltern geworden sind (das meine ich jetzt nicht sexistisch, mensch.)

Ich meine, wir sind zwei eigenständige Persönlichkeiten, die sich auf ihrem besonderen Weg kennen und lieben gelernt; die Höhen und Tiefen ihres gemeinsamen Lebens zusammen durchgestanden haben und schlussendlich Eltern wurden.

Und unser(e) Kind(er) sind definitiv das beste, was uns passiert ist. Es gibt nichts schöneres, ihnen beim Aufwachsen zuzuschauen, sie zu trösten, wenn es nötig ist und für sie dazu sein, wann immer sie uns brauchen.

Unsere Kinder sind unser Ein und Alles- aber nicht unser Lebensmittelpunkt.

Ja, mein Kind ist mein Leben. Natürlich. Aber es gibt auch meinen Mann, den ich genauso liebe, wie meine Tochter.

Und deshalb brauchen wir manchmal gemeinsam eine Auszeit, nur für uns. Egal, ob in Form von Kino oder Essen gehen. Hauptsache allein.

Denn die Zeit als Paar ist wichtig. Sie lässt uns Kraft sammeln, miteinander reden, sie ist da, damit wir uns unsere Liebe zeigen, beschreiben, uns bestärken und Mut machen und um einfach nur Spaß zu haben; das Leben auf eine andere Weise zu genießen, als wir das als Eltern können.

Und sobald wir aufgetankt haben, ist es uns möglich, unserem Kind noch mehr zu schenken. Mehr Nerven, mehr Geduld-und noch viel mehr Liebe.

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