(Fremd-) Betreuung

Pärchenzeit ❤

GESCHAFFT!!!

Wir haben unseren ersten, gemeinsamen Abend überlebt! Das erste Mal, seit unser Trotzkopfkind im Mai 2017 geboren wurde, haben mein Mann und ich zusammen den Abend verbracht- allein. Und außer Haus!

Nach fast 1.5 Jahren fühlt es sich sehr, sehr komisch an zu zweit Essen zu gehen. Ohne ein kleines gefräßiges Monster neben uns, das durchgehend Aufmerksamkeit braucht, uns nicht in Ruhe essen lässt, keine Lust zum Sitzen hat, keine Lust zum Spielen hat, nur auf dem Arm bleiben will und irgendwann todmüde und unlustig ist. Abends essen gehen mit Kind? Fehlanzeige.

Natürlich hatten wir schon früher Zeit für uns, doch bisher hielten sich unsere  Pärchenzeit hauptsächlich im Nachmittagsbereich.

Das lief dann so ab, dass wir unsere Tochter zur Oma brachten, in Ruhe einkaufen oder spazieren gingen, zwischendurch einen Kaffee schlürften oder tatsächlich ein Mittagsmenü im Restaurante verschlangen und die Trotzprinzessin 2 Stunden später wieder abholten.

Anfangs war selbst das eine Überwindung, danach war es easy. Und entspannend.

Doch die Sache, abends weg zu gehen ist eine echte Herausforderung! Purer Nervenkitzel! Für die Eltern natürlich.
Es ist einfach etwas völlig anderes, wenn du dich mit dem Gedanken befassen musst, dass jemand „Fremdes“ den Abend mit deinem Kind verbringt. Die Abendstunden sind bei uns sehr wichtig. Der Papa kommt nach Hause, hat noch Zeit, etwas mit dem Trotzkopfkind zu spielen, sie wird müde und anhänglich, dann essen wir zusammen und im Bett gibt´s noch etwas Gekuschel und dann die Milch, bis das Töchterchen dann schläft.
Dabei spielen eine Menge Rituale und noch mehr Nähe eine große Rolle für uns. Und diese Aufgabe an jemand anderen, als den Papa abzugeben, kostete mich einiges an Überwindung. Als Mama bekommt man direkt Angst- ändert das was an unserer Bindung? Lässt die kleine Maus sich von jemand anderem trösten? Wird sie uns doll vermissen und weinen? Die üblichen Dinge eben…
Trotzdem haben wir uns entschlossen, nun endlich mal wieder unter uns zu sein. Die Babysitterin, die wir von einer Freundin wärmstens empfohlen (berechtigt!) bekommen hatten, kam um 18 Uhr an, damit sie noch etwas mit dem Trotzkopfkind spielen konnte. Später sollte sie unsere Maus dann ins Bett bringen.
Die zwei verstehen sich supergut, trotzdem hatte ich unfassbares Herzklopfen und schwitzige Hände.
Als wir uns dann auf den Weg machten, hätte ich am liebsten geheult. Es ist einfach ein dermaßen seltsames Gefühl! Wir verabschiedeten uns, die Tochter blickte uns mit großen Augen hinterher und vertiefte sich dann wieder in ihr Spiel.
Glücklicherweise war mein Mann in der Lage, mich schnellstens zu beruhigen, sodass ich mich auf unser Date konzentrieren konnte. Dennoch kam ich nicht umhin, immer wieder mal auf meine Uhr und alle 5 Minuten auf mein Handy zu schauen. Doch nach und nach konnte ich mich entspannen und die Zeit mit meinem Mann genießen.
Hatte ich mir Sorgen gemacht, dass mein Kind sich nicht ins Bett bringen lassen würde, wurde ich sofort eines besseren belehrt- um 19.40, die perfekte Zeit, schrieb die Babysitterin: „Kind schläft. Hat super geklappt!“
Kaum zu fassen! Damit hätte ich niemals gerechnet. Alle Sorgen, die ich mir gemacht hatte lösten sich mit einem Mal in Luft auf; ich atmete erleichtert durch.
Und so wurde es ein sehr schöner, entspannter, romantischer Abend mit leckerem Essen und einem riesen Becher Eis- zu zweit.
Das werden wir definitiv wiederholen; vielleicht nächstes Mal im Kino!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.