Alltagsabenteuer

Schafe, Strand und Meer (Teil 1)

Endlich Urlaub!  Ich liege gerade auf der altmodischen, karierten und winzigen Couch in unserem Ferienhaus und genieße die Ruhe. Der Mann kauft ein, das Trotzkopfkind schläft und auf der Insel ist es still. Langsam komme ich in den Erholungsmodus…

Um neun Uhr am Morgen sind wir heute los. Die Koffer schon gepackt, Mittagessen vorbereitet, eine riesige Kiste Spielzeug bereit gelegt- dann endlich konnten wir los. Oder auch nicht; das Trotzkopfkind füllte nochmal die Windel bis zum Rand.

Doch irgendwann hatten wir alle Probleme endlich beseitigt und konnten starten. Bis zur wunderschönen Insel Texel, die in der Nordsee liegt, sind es von uns nur ungefähr 4 Stunden Autofahrt. Im Grunde eine schnelle und angenehme Strecke, die man sogar durch fahren könnte. Aber nicht mit Kind.

Damit das Trotzkopfkind während der Fahrt belustigt werden konnte, setzte der Papa sich zu ihr auf den Rücksitz. Glücklicherweise schlief sie kurz nach der Abfahrt ein, wenn auch nur für 30 Minuten (da werden Erinnerungen wach- lest mehr dazu hier:https://drachenmama-trotzkopfkind.jimdofree.com/2018/07/23/schlafen-nein-danke/) und mit dem Brötchen in der Hand.

Kein Witz; wenn sie einmal etwas in den Fingern hat, lässt sie es nicht mehr los! Auch nicht beim Schlafen. Und macht man den Fehler, etwas aus ihren Händen entwenden zu wollen kann man sich auf einen Ganz-die-Drachenmama-Tochter-Wutausbruch gefasst machen. Nicht lustig.

Also ließen wir sie mit festgepapptem Matschbrot in der Hand schlafen.

Zum Glück kamen wir quasi ohne Stau bis an die Fähre, die uns innerhalb von 20 Minuten zur Insel bringen würde.

Es ist total schön, damit zu fahren. Während man vom Innenraum an bodentiefen Fenstern auf das offene Meer blickt, fliegen draußen die Möwen vorbei und warten darauf, dass man ihnen Brot zu wirft.

Ich freute mich darauf, heute mit Mann und Kind die Überfahrt zu genießen und wollte nur schnell das Trotzkopfkind wickeln. Schnell? Fehlanzeige!

Vor der Damentoilette bildete sich eine lange Schlange, an der ich vorbei musste, denn im Toilettenraum befand sich ein Zugang zum Wickelbereich.

Doch obwohl ich mit Kind auf dem Arm und Windel in der Hand (!) darum bat, vorbei gelassen zu werden, machte nicht eine einzige Person Platz! Ich fing mir stattdessen noch einen Hieb in die Rippen sowie einen klugen Spruch („Dahinten ist die Schlange!“) ein! Traumhaft.

Endlich am Wickelraum angekommen musste ich warten- er war besetzt. Also wartete ich. 5 Minuten… 10 Minuten… Nach exakt 12 Minuten kam ein Vater aus dem Raum- zusammen mit seinen beiden Töchtern, die mindestens 4 waren…

Als ich dann wieder mit dem frischen Trotzkopfkind beim Papa ankam war die Überfahrt quasi vorbei. Wir mussten zurück zu  Auto.

Naja. Wenigstens waren wir auf der Insel.

Und kurz danach hatten wir unser Ziel erreicht. Wir parkten das Auto vor unserem wunderschönen Ferienhaus mit den himmelblauen Fensterläden und der Geruch nach Strand und Meer wehte uns um die Nase.

 

[Fortsetzung folgt…]

 

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